Stellen Sie sich vor, Sie betreten eine Metzgerei. Sie treten an die Warenauslage, in Höhe der belegten Brötchen, und lächeln die Wurstfachverkäuferin an. Stellen Sie sich weiter vor, Sie wären auf dem Weg zur Arbeit, würden einen edlen Anzug und eine Aktentasche aus feinem Nappaleder tragen. Und nun der Dialog:
Dieser Dialog erscheint haarsträubend absurd. Ähnlich absurd erscheint es mir jedoch, wenn ein Designer nicht nur seine Leistung abrechnet, sondern in die Preisgestaltung etwas einfließt, wie z.B. ob der Kunde es sich leisten kann und bei welchen Agenturen er bisher angefragt hat (ergo: wieviel Geld er bereit ist, auszugeben). Bei großen Kunden wie global operierenden Konzernen oder Gruppen verstehe ich uneingeschränkt, dass es ein Unterschied ist, ob ich ein Logo oder eine Gestaltung national oder international verwende. Ähnlich absurd scheint mir das Preismodell der großen Bildagenturen wie Corbis oder gettyimages. Hier erhält der Fotograf letzendlich einen Bruchteil der durch die Bildagentur verlangten Lizenzgebühren, deren Höhe jedoch nicht selten durch Parameter wie Dauer und Häufigkeit der geplanten Verwendung, Medium, Zielgruppe, Region und Auflösung bestimmt wird.
Der Art Directors Club für Deutschland e.V. zeichnete in seinem diesjährigen Wettbewerb im Rahmen des Festivals „Gipfel der Kreativität“ in Berlin die Gewinner des Ramses 2008 aus. Adrian Schmidt und Adrian Butnariu gewannen die ADC-Auszeichnung in Silber in der Kategorie 18 „Audiovisuelle Medien: Funkspots“. Die ausgezeichneten Spots werben für Auftritte des Polizeichors der Stadt Essen in der Philharmonie Essen.
Der Ramses ist ein renommierter deutscher Preis für Radio-Spots. Vergeben wird er von RMS, dem führenden Audiovermarkter im deutschen Radiowerbemarkt. Und ich habe mich sehr gefreut, dass zwei meiner Freunde, Adrian Schmidt und Adrian Butnariu einen goldenen Ramses in der Kategorie „Regional“ gewonnen haben. Die ausgezeichneten Spots werben für Auftritte des Polizeichors der Stadt Essen in der Philharmonie Essen. Die Idee ist so simpel wie kreativ – hören sollte man die Spots allerdings selbst.
Radiospots sind eine Liga für sich – viel leichter als im Print oder im Internet ist es, ins Lächerliche abzurutschen, viel diffiziler ist es, den Punkt zu treffen und die Botschaft zu präsentieren. Glückwunsch!
3. September 2008: Findability: Semantic Web