Bewegtbild (Folge 1)

Kategorie: Veranstaltungen, Webstandards – am 09. April 2008

Zwei Videos sind mir heute aufgefallen, die es trotz viral umfassender Verbreitung innerhalb der nationalen und internationalen Blogosphäre verdient haben, erwähnt zu werden.

Web 2.0 – Der Film

Dieser Film entstand zu großen Teilen auf dem BarCampBerlin2 und in separaten Interview-Sessions. Viele liebe Kollegen und Freunde sieht man wieder – eine gute Dokumentation. Nun hat man, will man jemanden über die deutsche Web 2.0-„Szene“ aufklären, endlich einmal einen handfesten Link.

The 2008 Gmail Appeal

Die Macher des Email Standards Project (ESP) riefen in Ihrem Blogbeitrag „Getting Some Gmail Attention“ dazu auf, Grimassen zu schneiden, diese fotografisch festzuhalten und die entstandenen Bilder in die Flickr-Gruppe „Project Gmail Grimace“ einzubringen. Aus diesen Bildern wurde nun ein Video geschnitten – eine feine Sache, und eine sehr innovative Form des Protests obendrein. Bleibt nun nur noch zu hoffen, dass Google uns erhört!

Standards in HTML-E-Mails

Kategorie: Webstandards – am 10. Februar 2008

HTML-E-Mails sind böse. Trotzdem ist man unter Umständen dazu gezwungen, ein Mailing für eine Agentur als HTML-E-Mail zu verfassen – dann beißt man in den sauren Apfel und hofft, dass sich auf diesem Bereich in der Zeit, in der man sich erfolgreich darum gedrückt hat, etwas getan hat. Die Ernüchterung ist groß. Natürlich gibt es in diesem Bereich Entwicklung und es gibt immer mehr Experten, die das Fehlen von Standards beklagen, aber seitens der großen Softwarehersteller, die durch Weiterentwicklung ihrer E-Mail Rendering Engines etwas bewegen könnten, gibt es wenig neues. Im Gegenteil – dort gibt es eher Rückschritte, wie beispielsweise die Wahl Microsofts, HTML-E-Mails in Outlook 2007 durch die Word Rendering Engine darstellen zu lassen, und nicht mehr durch Trident, die Rendering Engine des Internet Explorers.

Auf meinem letzten Streifzug durch das Web auf der Suche nach Entwicklern, die sich verzweifelt bemühen, HTML-E-Mails und Webstandards zusammen zu bringen, bin ich über ein paar interessante Projekte und Beiträge zu diesem Thema gestolpert. Da gibt es z.B. das Email Standards Project, das am 27. November 2007 das Licht der Welt erblickte. Es bietet ein Forum für all jene, die den Glauben an die Heirat von Webstandards und HTML-E-Mails noch nicht verloren haben. Unter anderem findet sich auf den Seiten des ESP ein Acid-Test, mit dessen Hilfe die Rendering Engine von E-Mail-Programmen auf Schwachstellen in der Darstellung untersucht werden kann – auch die eigenen Testresultate sind auf der Seite des ESP veröffentlicht.

Weiterführende Links

Adventskalender der Webkrauts 2007

Kategorie: Webkrauts, Webstandards – am 29. November 2007

Adventskalender der Webkrauts 2007

Seit Jahren verfolge ich den Adventskalender der Webkrauts, dieses Jahr durfte ich zum ersten Mal dabei sein. Vom 1. bis 24. Dezember, wie das bei Adventskalendern so üblich ist, bieten die Webkrauts interessierten Webworkern knackig kurze Artikel rund um das Thema Webstandards.

Links zum Thema:

Der aktuelle Relaunch der Postbank

Kategorie: Webkrauts, Webstandards – am 12. Oktober 2007

Screenshot der Startseite der Deutsche Postbank AG

Nachdem Achim Schaffrinna in seinem Designtagebuch den Relaunch der Postbank aus der Sicht des Corporate Designs beleuchtet hat, habe ich heute im Namen der Webkrauts die technische Umsetzung des Frontends unter die Lupe genommen. Zu lesen gibt es das Ganze im Artikel „Postbank mit neuem Gesicht im Web“.

Ein kleiner Nachtrag: Elmar Baumann hat in seinem Kommentar korrekt angemerkt, dass Validome das Postbank-Markup als invalide bezeichnet. Das tut der Validator, weil im Markup Inline-JavaScript verwendet wird und die dort verwendete Skriptsprache deklariert werden müsste – entweder in einem meta-Element, oder aber im HTTP-Header. Recht hat der Validator schon …

Stefan Münz und die Webstandards

Kategorie: Fundstücke, Webstandards – am 02. Oktober 2007

Stefan Münz, Gründes des Projekts „SelfHTML“ und Autor, hat in seinem Webkompetenzblog am Freitag, den 28. September, etwas sehr interessantes zum Thema Webstandards gesagt:

„Ich gehe sogar so weit zu behaupten: Floatende div-Bereiche sind um keinen Haarbreit besser oder semantischer oder barrierefreier als rahmenlose Tabellen.“

In diesem Satz wimmelt es von Missverständnissen!

  1. Ein div-Element ist semantisch absolut bedeutungslos.
  2. Ein table-Element ist dazu da, um tabellarische Daten zu formatieren. Dazu meint das W3C folgendes: Tables should not be used purely as a means to layout document content as this may present problems when rendering to non-visual media. […] To minimize these problems, authors should use style sheets to control layout rather than tables.
  3. Unabhängig von der Tatsache, dass der table-Element eine semantische Bedeutung im Markup besitzt, bringt die Tabelle, wenn sie zur Formatierung einer Webseite herangezogen wird, Struktur- und Präsentationsebene zusammen und verletzt damit die Grundregeln moderner, standardkonformer Webentwicklung, nämlich die Trennung von
    • Structure (Struktur)
    • Content (Inhalt)
    • Presentation (Präsentation)
    • Behaviour (Verhalten)
  4. Webstandards und Barrierefreiheit gehen zwar Hand in Hand, aber sind nicht inhärent miteinander verbunden. Eine standardkonforme Seite wird nicht zwangsläufig durch die Standardkonformität barrierefrei, aber eine barrierefreie Webseite muss immer standardkonform sein.
  5. Wen kümmert es, ob Tabellen Rahmen besitzen, wenn es um Standardkonformität und Barrierefreiheit geht?

Stefan Münz weiter:

„Denn ebensowenig wie Tabellen für Seitenlayouts gedacht sind, ist die Funktionalität, eine Box links oder rechts von anderem Inhalt umfließen zu lassen oder auch mehrere Boxen auf diese Weise horizontal aneinanderzureihen, für ganze Seitenlayouts gedacht, sondern eher für Aufgaben wie die Platzierung einer Grafik oder eines Kastens mit Zusatzinformation im Fließtext.“

… und wenn mein Layout nun aus horizontal aneinandergereihten Boxen besteht? Welches nicht semantische Element sollte ich sonst zur Strukturierung der Inhalte einsetzen, wenn nicht das div-Element?

Sicher, das Floating von div-Elementen wird dazu benutzt, ganze Layoutanordnungen zu bestimmen, und richtig komfortabel und nativ löst es erst das CSS Grid Positioning Module. Aber im Unterschied zum Tabellenlayout, das Elemente auf der Strukturebene missbraucht, um die Präsentation zu beeinflussen, werden bei Float-Layouts Struktur und Präsentation streng separiert.

Fazit: Natürlich ist die Verwendung von Float-Layouts und die strenge Trennung von Struktur, Inhalt, Präsentation und Verhalten der Semantik wesentlich zuträglicher – und außerdem Voraussetzung für Barrierefreiheit.

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