XING: Christina ist an „Dressur“ interessiert

Kategorie: Fundstücke – am 06. Dezember 2007

Ausschnitt aus dem Newsfeed „Neues aus meinem Netzwerk“ bei XING

Nein, das Zitat stammt nicht aus einer zwielichtigen Partnerbörse, sondern aus dem seriösen Business-Portal XING! Über die Funktion „Neues aus meinem Netzwerk“ bei XING, einem Newsfeed über die (freigegebenen) Änderungen der Profildaten meiner Kontakte, wurde bereits in vielen verschiedenen Blogs berichtet. Ich finde die Funktion großartig, denn sie sorgt durch interessante Kombinationen von automatisierten Satzbausteinen und den Updates von Mitgliederprofilen immer wieder für unbeabsichtigte Komik …

Verwechslung

Kategorie: Design, Fundstücke – am 06. Dezember 2007

Vergleich zweier Piktogramme aus einem Deloitte-Banner und dem Google Mail-Logo

Neulich bei SPIEGEL Online: eine Anzeige von Deloitte, einem global vertretenen Finanzdienstleister, die mich an irgendwas erinnerte. Ich habe lange gerätselt, wieso mir diese Formen und Farben so bekannt erschienen – nun weiß ich es: ich kannte sie von Google Mail! Die Form des Umschlags mit dem stilisierten „M“ ist unverkennbar … irgendwie merkwürdig, die visuelle Nähe beider Piktogramme. Sogar die Farbe der Umschlagkonturen wurde angepasst (#0a3681) und entspricht nicht der Hausfarbe von Deloitte (#000066) – ein Schelm, wer Böses dabei denkt!

Political Correctness im Manager Magazin Online: Update

Kategorie: Fundstücke, Medien, Politik – am 27. November 2007

Kai Lange, der Redakteur, der verantwortlich zeichnete für den Artikel, dessen Teaserbild ich im Manager Magazin Online beanstandet hatte, hat mittlerweile auf meinen Beitrag reagiert und ich darf mit seiner freundlichen Genehmigung zitieren:

Sie haben mit Ihrer Kritik völlig recht. Auf die lahme Ausrede, ich hätte das Bild nicht ausgesucht, will ich mich gar nicht zurückziehen – die Bildauswahl, gleich ob von einem schreibenden Redakteur oder von einem Bildredakteur, war in diesem Zusammenhang wirklich saublöd. Ich habe das Bild entfernt und werde künftig vor dem Liveschalten nochmal gegenchecken. Danke für ihre Anregung.

Vielen Dank für die freundliche Nachricht und natürlich auch für den offenen und souveränen Umgang mit Kritik – hiervon könnten sich einige Medienschaffende (zu denen ich auch die Blogosphäre zähle) in Deutschland eine oder mehrere Scheiben abschneiden.

Political Correctness im Manager Magazin Online

Kategorie: Fundstücke, Medien, Politik – am 03. November 2007

Artikel-Teaser „Gesetzentwurf: Deutschland kann auch anders“ im Manager Magazin Online

Gerade eben im Manager Magazin Online gefunden: das Teaser-Bild zum Artikel „Gesetzentwurf: Deutschland kann auch anders“. Inhaltlich geht es im Artikel um die Reaktion der Bundesregierung auf Übernahmen deutscher Firmen durch ausländische Investoren. Wörtlich ist im Teaser zu lesen: „Die Bundesregierung will deutsche Unternehmen besser vor ausländischen Übernahmen schützen.“ – muss dazu wirklich ein schwarzer Boxer herhalten, der von einem weiß-roten Boxhandschuh mitten auf die Nase getroffen wird? Die weiß-rote Zeit ist in Deutschland ja seit etwas über 62 Jahren vorbei. Kann die Bildauswahl ein Versehen sein? Ich will es hoffen …

Stefan Münz und die Webstandards

Kategorie: Fundstücke, Webstandards – am 02. Oktober 2007

Stefan Münz, Gründes des Projekts „SelfHTML“ und Autor, hat in seinem Webkompetenzblog am Freitag, den 28. September, etwas sehr interessantes zum Thema Webstandards gesagt:

„Ich gehe sogar so weit zu behaupten: Floatende div-Bereiche sind um keinen Haarbreit besser oder semantischer oder barrierefreier als rahmenlose Tabellen.“

In diesem Satz wimmelt es von Missverständnissen!

  1. Ein div-Element ist semantisch absolut bedeutungslos.
  2. Ein table-Element ist dazu da, um tabellarische Daten zu formatieren. Dazu meint das W3C folgendes: Tables should not be used purely as a means to layout document content as this may present problems when rendering to non-visual media. […] To minimize these problems, authors should use style sheets to control layout rather than tables.
  3. Unabhängig von der Tatsache, dass der table-Element eine semantische Bedeutung im Markup besitzt, bringt die Tabelle, wenn sie zur Formatierung einer Webseite herangezogen wird, Struktur- und Präsentationsebene zusammen und verletzt damit die Grundregeln moderner, standardkonformer Webentwicklung, nämlich die Trennung von
    • Structure (Struktur)
    • Content (Inhalt)
    • Presentation (Präsentation)
    • Behaviour (Verhalten)
  4. Webstandards und Barrierefreiheit gehen zwar Hand in Hand, aber sind nicht inhärent miteinander verbunden. Eine standardkonforme Seite wird nicht zwangsläufig durch die Standardkonformität barrierefrei, aber eine barrierefreie Webseite muss immer standardkonform sein.
  5. Wen kümmert es, ob Tabellen Rahmen besitzen, wenn es um Standardkonformität und Barrierefreiheit geht?

Stefan Münz weiter:

„Denn ebensowenig wie Tabellen für Seitenlayouts gedacht sind, ist die Funktionalität, eine Box links oder rechts von anderem Inhalt umfließen zu lassen oder auch mehrere Boxen auf diese Weise horizontal aneinanderzureihen, für ganze Seitenlayouts gedacht, sondern eher für Aufgaben wie die Platzierung einer Grafik oder eines Kastens mit Zusatzinformation im Fließtext.“

… und wenn mein Layout nun aus horizontal aneinandergereihten Boxen besteht? Welches nicht semantische Element sollte ich sonst zur Strukturierung der Inhalte einsetzen, wenn nicht das div-Element?

Sicher, das Floating von div-Elementen wird dazu benutzt, ganze Layoutanordnungen zu bestimmen, und richtig komfortabel und nativ löst es erst das CSS Grid Positioning Module. Aber im Unterschied zum Tabellenlayout, das Elemente auf der Strukturebene missbraucht, um die Präsentation zu beeinflussen, werden bei Float-Layouts Struktur und Präsentation streng separiert.

Fazit: Natürlich ist die Verwendung von Float-Layouts und die strenge Trennung von Struktur, Inhalt, Präsentation und Verhalten der Semantik wesentlich zuträglicher – und außerdem Voraussetzung für Barrierefreiheit.

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