Preisgestaltung

Kategorie: Medien, Werbung – am 01. Juli 2008

Stellen Sie sich vor, Sie betreten eine Metzgerei. Sie treten an die Warenauslage, in Höhe der belegten Brötchen, und lächeln die Wurstfachverkäuferin an. Stellen Sie sich weiter vor, Sie wären auf dem Weg zur Arbeit, würden einen edlen Anzug und eine Aktentasche aus feinem Nappaleder tragen. Und nun der Dialog:

Sie: „Guten Morgen, junge Frau. Ich hätte gern zwei belegte Brötchen. Das eine mit Trüffelleberwurst und das andere mit Putenbrust.“
Wurstfachverkäuferin: „Trüffelleberwurst und Putenbrust, gern. Da Sie zwei Zutaten gewählt haben, die auf Geschmack schließen lassen, und Sie elegant gekleidet sind, verraten Sie mir bitte einmal Ihr Jahresgehalt (brutto)?“
Sie: stotternd „Ja, aber … naja, so etwa 80.000 EUR, und ein Firmenwagen. Wieso?“
Wurstfachverkäuferin: „Sehen Sie, das spielt eine große Rolle. Ich ziehe Ihr Jahresgehalt zur Berechnung des Verkaufspreises der Brötchen heran.“
Sie: „Wieso denn das? Ich würde mir die Brötchen auch kaufen, wenn ich weniger Geld verdienen würde!“
Wurstfachverkäuferin: „Das mag sein, aber es ist ja nicht der einzige Faktor, der einfließt. Wo haben Sie denn vor, die Brötchen zu essen?“
Sie: irritiert„Auf dem Weg zur Arbeit, in der Tram.“
Wurstfachverkäuferin: wissend „Ah, ja. Essen Sie die Brötchen allein, oder teilen Sie sie mit jemandem?“
Sie: leicht ärgerlich „Ich esse sie allein. Es muss ja schließlich bis zum Mittagessen reichen. Aber wieso …“
Wurstfachverkäuferin: belehrend „… wieso ich das frage? Nun, das ist ganz einfach. Wir müssen uns natürlich positionieren. Nicht jeder darf einfach so in jeder Umgebung unsere Brötchen essen – und schon gar nicht teilen. Je besser Sie verdienen, desto mehr bezahlen Sie natürlich auch für das Brötchen. Essen Sie es beispielsweise zur Hälfte in der Tram und zur Hälfte im Park während der Mittagspause, erhöht sich der Preis natürlich abermals. Auch, dass Sie das Brötchen auf deutschem Boden essen, kommt Ihnen zu Gute – stellen Sie sich vor, Sie nähmen die Brötchen mit nach Miami und würden sie am Strand unter Palmen essen … das würde die Qualität des Essens dramatisch erhöhen! Freuen Sie sich – würden Sie das Brötchen außerdem noch teilen, hätte ich noch eine Reihe Fragen über Ihren Esspartner gestellt. So sind Sie sofort fertig.“
Sie: „Tatsächlich?“
Wurstfachverkäuferin: „Tatsächlich. So sieht es die Verkaufspreisempfehlung vom Bund der Brötchenschmierer vor.“

Dieser Dialog erscheint haarsträubend absurd. Ähnlich absurd erscheint es mir jedoch, wenn ein Designer nicht nur seine Leistung abrechnet, sondern in die Preisgestaltung etwas einfließt, wie z.B. ob der Kunde es sich leisten kann und bei welchen Agenturen er bisher angefragt hat (ergo: wieviel Geld er bereit ist, auszugeben). Bei großen Kunden wie global operierenden Konzernen oder Gruppen verstehe ich uneingeschränkt, dass es ein Unterschied ist, ob ich ein Logo oder eine Gestaltung national oder international verwende. Ähnlich absurd scheint mir das Preismodell der großen Bildagenturen wie Corbis oder gettyimages. Hier erhält der Fotograf letzendlich einen Bruchteil der durch die Bildagentur verlangten Lizenzgebühren, deren Höhe jedoch nicht selten durch Parameter wie Dauer und Häufigkeit der geplanten Verwendung, Medium, Zielgruppe, Region und Auflösung bestimmt wird.

Flashdurchsuchung

Kategorie: SEO – am 01. Juli 2008

Ab sofort sollen Flash-Inhalte nahezu vollständig durchsuchbar sein. Adobe hat nach eigenem Bekunden mit Google und Yahoo! zusammengearbeitet, um den Adobe Flash Player in den Suchalgorithmus zu integrieren und so interaktive Inhalte besser indizieren zu können. Schon vorher konnte man in Flash erstellte Inhalte durchsuchbar machen, statischer Text und Links stellten kein großes Problem dar. Nun sollen auch Interaktionselemente wie Menüs oder Buttons indizierbar sein.

We’ve improved our ability to index textual content in SWF files of all kinds. This includes Flash “gadgets” such as buttons or menus, self-contained Flash websites, and everything in between.

Weiterhin problematisch sind Deep Links, also Verweise, die direkt in die Tiefe eines Webauftritts führen. Denn selbst, wenn jene Inhalte indiziert werden, die hinter Interaktionselementen verborgen sind, gibt es keine Möglichkeit, durch einen Link direkt auf die indizierte Ansicht vorzustoßen.

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1. Essener Circusgala

Kategorie: In eigener Sache – am 09. Mai 2008

1. Essener Circusgala

Aus gegebenem Anlass möchte ich im Namen von Adrian Schmidt, dem Organisator und Ideengeber der 1. Essener Circusgala, Werbung für eben diese Veranstaltung machen. Am 23. Mai 2008 findet die Gala auf dem Gelände des Weltkulturerbes Zeche Zollverein statt, im Circuszelt des Circus Traber. Das Besondere: Jede verkaufte Eintrittskarte und alle gesammelten Spenden unterstützen in vollem Umfang die Arbeit der Schule für Circuskinder in NRW in der Trägerschaft der Evangelischen Kirche im Rheinland, die sich seit 14 Jahren um eine qualitativ hochwertige Schulbildung dieser Kinder kümmert.

Das Programm kann sich sehen lassen. Adrian Schmidt konnte Volker Pispers mit seinem Jubiläumsprogramm „Bis Neulich: Ein Streifzug durch 20 Jahre Kabarett“ gewinnen. Sein Auftritt wird von einem Vorprogramm mit artistischen Darbietungen, sowie einer großen Tombola begleitet, natürlich ebenfalls für den guten Zweck.

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Ramses 2008-Gewinner holen Silber im diesjährigen ADC-Wettbewerb

Kategorie: Werbung – am 09. Mai 2008

Der Art Directors Club für Deutschland e.V. zeichnete in seinem diesjährigen Wettbewerb im Rahmen des Festivals „Gipfel der Kreativität“ in Berlin die Gewinner des Ramses 2008 aus. Adrian Schmidt und Adrian Butnariu gewannen die ADC-Auszeichnung in Silber in der Kategorie 18 „Audiovisuelle Medien: Funkspots“. Die ausgezeichneten Spots werben für Auftritte des Polizeichors der Stadt Essen in der Philharmonie Essen.

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Flash-Intros sind zu 100 % böse

Kategorie: Usability – am 09. Mai 2008

Einstiegsseite Vodafone Deutschland

Angestiftet durch einen längeren Vor-Ort-Einsatz bei einem Kunden in Frankfurt schaute ich mich bei Vodafone nach einer neuen Alternative zu meinem alten Fair Flat-Vertrag (5 GB) um, denn mir wurde zugetragen, es gäbe mittlerweile eine Upgrade-Möglichkeit auf eine echte Flatrate für nur 34,95 EUR monatlich. Doch schon als ich den Vodafone Deutschland-URL eingetippt hatte, lief es mir kalt den Rücken herunter. Flash – wohlgemerkt: auf meinem 15,4″-Display war ein Teil des Flash-Films außerhalb des Viewports – und natürlich der unvermeidliche „Intro überspringen“-Button. Wie kann Vodafone nur so etwas tun? Zusätzlich zum Flash-Intro existiert auf der Folgeseite im Kopf-Bereich der Seite eine weitere Flash-Animation. Möchte Vodafone nun über Produkte informieren und sie verkaufen? Oder möchte Vodafone zeigen, wie schön sie Agenturen dafür bezahlen können, Bildchen zu animieren?

Einstiegsseite Vodafone Deutschland, Button „Intro überspringen“

Irgendwie wirkt es schon fast wie ein Schuld-Eingeständnis, dieser „Intro überspringen“-Button. Frei nach dem Motto: „Ihr wollt es nicht sehen. Wir wissen das. Aber wir wollten es trotzdem zeigen.“. Irgendwie fühle ich mich in die neunziger Jahre zurückversetzt.

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